Bauherr: Stadt Brugg, Kanton Aargau, Vertreten durch das Amt für Hochbauten

Zoom: Mülimatt

Für die Fachhochschule Nordwestschweiz und für die Berufsschulen und Sportvereine beabsichtigten die Stadt Brugg und der Kanton Aargau, zwei Dreifachturnhallen mit einer Aussensportanlage im Gebiet Mülimatt zurealisieren. Im Raumprogramm sind auch drei weitere, kleinere Turnräume, eine Tribüne für die Halle der Berufsschulen sowie Nebenräume für den Untersicht enthalten. Die Sporthallen werden in einem einzigen Bauwerk mit einem weit gespannten, zusammenhängenden Raum von 80m Länge und 55m Breite ohne An- und Einbauten integriert. Das markante Spannbetontragwerk der Sporthallen prägt ihr Erscheinungsbild. Es sind jedoch die in den Vordergrund tretenden, durchsichtigen und lichtdurchlässigen Bauteile, welche die Architektur der Gebäude charakterisieren. Die Ausleuchtung der Hallenspielfelder durch Tageslicht erfolgt jeweils von zwei gegenüberliegenden Seiten. Wenn die Trennwände hochgezogen sind, wird der Blick aus dem Hallenraum in die Umgebung in alle Richtungen frei. Der Hallenboden befindet sich leicht erhöht bezüglich des umliegenden Geländes. Der Ausblick vom Hallenraum umfasst die gesamte Flusslandschaft. Im untenliegenden Eingangsgeschoss, wo sich das Foyer und die Diensträume befinden, ist der Bezug zur Aarelandschaft stark.

Konstruktion


Zoom: Mülimatt

Die Sporthallen werden durch eine sichtbare Faltwerkstruktur in Spannbeton überdacht. Das Faltwerk ist als monolithischer Rahmen mit konstanter Querschnittshöhe konzipiert, welches jeweils in Hallenlängsrichtung über 52.6m gespannt ist. Die Struktur besteht aus 27 vorgespannten Rahmeneinheiten mit einer einheitlichen (Modul-)Breite und einer konstanten Querschnittshöhe. Das Dachwasser wird im Wellental jedes Dachträgers gesammelt über die Stiele bis zu den Banketten offen geleitet.Das Tragwerk der Sporthallen ist als konventionelle Ortbetonstruktur konzipiert. Alle Wände werden in Stahlbeton erstellt und können als tragende Bauteile genutzt werden. Es ergeben sich daher moderate, wirtschaftliche Spannweiten, welche durch Flachdecken überspannt werden können. Lediglich im Bereich über den Turnhallen des Untergeschosses wird die Decke durch vorgespannte Unterzüge verstärkt.

ReferenzPersonen:
Lars H. Scherrer, Monika Klingele Frey und Danielo Zampieri

Zoom: Mülimatt